Glückstadt-Specials

 

Partnerstadt Glückstadt

Im Visier der KrimiNordica

Ins Visier der KrimiNordica ist bei der Neuauflage des Festivals Glückstadt an der Elbe geraten. Das charmante Stadtdenkmal ist bekannt für seinen idyllischen Hafen, kleine Gassen und den Original Glückstädter Matjes. Eine harmlose Kleinstadt? Nein! Hinter den Kulissen und in der Vergangenheit lauern düstere Geheimnisse und dunkle Abgründe.

Glückstadt hat eine spannungsreiche Geschichte. Zu dänischen Zeiten befand sich hier die Regierungskanzlei mit einigen der höchsten Landesgerichte. Glückstadt war Gefängnis-Hochburg: Frauengefängnis, Soldatengefängnis, Zuchthaus oder Tollhaus. Heute verbergen viele der historischen Gebäude ihre grausame Vergangenheit. Gefangene aus ganz Schleswig und Holstein wurden hier „untergebracht“. „Studieren in Glückstadt“ war ein geflügeltes Wort. Eine Universität gab es hier jedoch nie. „Studieren“ war die charmante Umschreibung für einen Gefängnisaufenthalt. Dunkle, nasse Zellen führten zu Krankheiten wie Augen- und Lungenleiden. Elend und Leid waren an der Tagesordnung. Wer hier länger überlebte, hatte Glück.

Binnenhafen Glückstadt

 

Wer vor 300 Jahren nach Glückstadt kam, den empfing ein süßlicher Verwesungsgeruch vor den Stadtgrenzen. Regelmäßig fanden Hinrichtungen statt. Es „rollten Köpfe“ und diese wurden auf Holzpflöcken zur Abschreckung aufgestellt. Daneben auch abgehackte Hände. Als Hinrichtungsstätte diente anfangs der Marktplatz, damals noch mit sandigem Boden, später der Außenhafen. Der Blick auf die Elbe war das Letzte, was die Delinquenten sahen, bevor sie ihren Kopf in die Schlinge steckten. 1868 fand im Rantzau-Palais die letzte Hinrichtung statt. Der Bauernsohn und achtfache Mörder Timm Thode starb im Hof des früheren Zuchthauses unter dem Richtbeil.

Im tristen, grauen November, wenn der Nebel von der Elbe hereinzieht, der Wind durch die Straßen pfeift und der Regen ins Gesicht peitscht, lüften wir den Mantel des Schweigens und enthüllen die dunklen Geheimnisse Glückstadts. Ein mulmiges Kribbeln im Bauch, eine Gänsehaut, die langsam den Rücken heraufkriecht, ein leichtes Schaudern – Krimifans dürfen gespannt sein.